Gemeinderäte informieren sich vor Ort über die Wasserversorgung

Am 18. April machten sich Gemeinderäte aus Waghäusel und Hambrücken vor Ort ein Bild vom Wasserwerk Waghäusel. Eingeladen hatte der Zweckverband „Wasserversorgung Lußhardt“. Der Termin ging auf den Wunsch der Gremiumsmitglieder zurück, die aktuelle Situation der Wasserversorgung näher kennenzulernen.
 
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Verbandsvorsitzenden, Oberbürgermeister Thomas Deuschle, übernahmen Wassermeister Thorsten Schmitteckert und Zweiter Wassermeister Andreas Bodenmüller die Führung. In zwei Gruppen ging es durch die weitläufige Anlage, verbunden mit vielen Einblicken in die einzelnen Stationen der Wasseraufbereitung.
 
Von den Grundwasserbrunnen, die das Wasser aus der Tiefe fördern, über die Filteranlagen und Rückspülbecken bis hin zu den Wasserspeichern und Pumpen wurde der gesamte Prozess anschaulich erläutert. Dabei nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich die technischen Abläufe im Detail erklären zu lassen.
 
Deutlich wurde, dass die Anlage in vielen Bereichen in die Jahre gekommen ist. Sie stammt aus den frühen 1960er-Jahren, die Technik arbeitet noch analog, und für einzelne Komponenten sind mittlerweile keine Ersatzteile mehr verfügbar. Gleichzeitig stößt das Werk zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Gerade an heißen Sommertagen ist die Belastung hoch, was vor allem mit dem Bevölkerungswachstum in Waghäusel und Hambrücken zusammenhängt.
 
Auch wenn die Anlage derzeit weiterhin zuverlässig arbeitet, wurde im Rahmen der Besichtigung die Notwendigkeit eines Neubaus deutlich. Dieser soll in den kommenden Jahren auf dem bestehenden Gelände entstehen und langfristig die Versorgungssicherheit für beide Gemeinden gewährleisten. Hierfür wird auch eine höhere Grundwasserentnahme notwendig sein, die der Zweckverband zudem für eine mögliche spätere Wasserenthärtung beantragt. Die Priorität bei den weiteren Planungen und vor allem bei der Umsetzung der Maßnahmen liegt jedoch eindeutig auf dem Neubau des Wasserwerks.  
 
Inzwischen fertiggestellt sind zwei neue Wasserspeicher, deren Bau sich jedoch verzögert hatte. Über den Sommer sollen die Anlagen nun desinfiziert werden, sodass eine Inbetriebnahme voraussichtlich gegen Jahresende – in einer verbrauchsärmeren Zeit – erfolgen kann.
(Text: Wibke Metzger, Stadt Waghäusel)