Sicherungsschnitt einer Stieleiche auf dem Fußballplatz

Auf dem durch den Fußballverein "Concordia" 1912 Hambrücken e.V. genutzten Gelände, wurde am 08.09.2021 um 11.00 Uhr in einer eineinhalbstündigen Aktion, durch einen Baumpfleger in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Bauhof, ein Sicherungsschnitt an einer ca. 10 Meter hohen Stieleiche durchgeführt.
Im Vorfeld hatte die Gemeindeverwaltung ein Gutachten zur Verkehrssicherheit der Eiche in Auftrag gegeben. Dieses gelangte zu dem Urteil, dass die Eiche abgestorben und somit nicht mehr verkehrssicher sei. Die Wurzeln des Stammes sind von einem Pilz befallen, welcher eine Weißfäule verursacht hat. Der Gemeindeverwaltung wurde daher angeraten, die Eiche stark einzukürzen.
Da sich im direkten Umfeld des Baumes Kinderspielgeräte befinden bzw. sich die Mitglieder des Fußballvereins des Öfteren im Fallradius aufhalten, reagierte die Gemeindeverwaltung sofort und wollte die Sicherungsarbeiten direkt durchführen.
Die Umsetzung der Maßnahme gestaltete sich jedoch problematisch, da innerhalb des Baumes der Heldbockkäfer lebt und auf der Baumkrone der Weißstorch sein Nest gebaut hatte – ihres Zeichens beides geschützte Tierarten –.
Kurzfristig wurde durch die Gemeindeverwaltung daher nach einem Termin vor Ort beim Regierungspräsidium Karlsruhe eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung beantragt, welche auch unverzüglich erteilt worden ist. Somit war es der Verwaltung möglich, den Sicherungsschnitt direkt am nächsten Tag durchzuführen.
Hierbei wurde die Eiche auf eine Höhe von ca. 4 Metern gekürzt. Die von Herrn Bürk abgetrennten Stämme wurden in der näheren Umgebung mit einem Spanngurt an einem gesunden Baum angebracht um so das Habitat für den Heldbockkäfer zu erhalten.
Bis Ende des Jahres ist vorgesehen, auf einem Feldgrundstück in der weiteren Umgebung in Zusammenarbeit mit der NABU-Gruppe Hambrücken e.V., einen neuen Standort für das Nest des Weißstorches zu schaffen.
Bürgermeister Dr. Marc Wagner ist erleichtert, dass die Maßnahme so schnell und ohne Komplikationen durchgeführt werden konnte. Für die betroffenen Tierarten hat man bereits bzw. werde man noch einen entsprechenden Ausgleich schaffen.
In erster Linie hat aber die Sicherheit – gerade für unsere Kinder – oberste Priorität