Zukunftsforum Hambrücken

„Gemeinsam für Hambrücken“

Gemeinderat und Gewerbe entwickeln Zukunftsstrategien

Gemeinsame Zukunftsstrategien festlegen und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, so lautete der Tenor der jüngsten Gemeinderatssitzung. Ein Novum in der Geschichte des Gremiums war, dass man erstmals zusammen mit der Arbeitsgruppe des Zukunftsforums, einer Vereinigung der Hambrücker Gewerbetreibenden tagte. Interessant und reich an Denkanstößen war das Impulsreferat von Karen Dörflinger, Geschäftsführerin der Firma wyynot aus Karlsruhe und selbst wohnhaft in Hambrücken. Diese zeigte Fragestellungen rund um die Gemeindeentwicklungen auf und warb für eine Positionierung der Gemeinde, einer „eigenen Marke“. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Ackermann übernahm der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bruchsal, Stefan Huber, die Moderation der rund dreistündigen Veranstaltung. Anlass des Treffens war der Wunsch der Teilnehmer des Zukunftsforums nach klaren strategischen Vorgaben durch Bürgermeister und Gemeinderat hinsichtlich der Gemeindeentwicklung. Dann könne man, so Sprecher Horst Soder, gemeinsam zum Wohl der Gemeinde weiter arbeiten. Ein motiviertes Gewerbe stehe bereit, die Zukunft von Hambrücken aktiv mitzugestalten, führte Soder weiter aus. Selbstverständlich, so waren sich alle Beteiligten einig, könne die Beteiligung des Gewerbes nur ein Bestandteil im gesamten Entwicklungskonzept für die Lußhardtgemeinde sein, da daneben noch vielfältige weitere Bevölkerungsgruppen wie Kinder und Jugendliche, Senioren und auch weitere Interessenvertretungen angehört werden müssen. Zum Einstieg hatte Bürgermeister Thomas Ackermann skizzenhaft die bisher vorliegenden Gemeindeentwicklungskonzepte und strategischen Vorgaben umrissen. Großen Wert legte er auch auf die mittelfristige Finanzplanung der Gemeinde. Die finanzielle Situation werde sich durch verschiedene Großprojekte wie die Gemeinschaftsschule, die Ortskernsanierung sowie die Unterbringung von Flüchtlingen voraussichtlich dramatisch verschlechtern, so das Ortsoberhaupt. Engagiert und detailliert war die anschließende Diskussion bei welcher deutlich wurde, dass sich die Gemeinde glücklich schätzen kann, solch engagierte Gewerbetreibende in ihren Reihen zu haben (Huber über die anwesenden Firmeninhaber). Eine große Chance biete sich der Gemeinde durch diesen Beteiligungsprozess, stellte Huber weiter fest. Könne man doch ohne eine klare strategische Zielsetzung die finanziellen und personellen Ressourcen der Gemeinde nicht optimal einsetzen. Dies betreffe sowohl die generelle Gemeindeentwicklung als auch konkrete Projekte wie die Bereitstellung neuen Baulandes, die Schließung von Baulücken, die Erhöhung der Attraktivität des Ortskerns, mögliche weitere Gewerbeflächen aber auch so genannte „weiche Standortfaktoren“ wie eine intakte Natur, ein reges Vereinsleben sowie die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Einwohnerschaft untereinander, was mehrfach betont wurde. Einig war man sich, die laufenden Bemühungen nun unter ein gemeinsames Dach zu integrieren, was, so betonte Bürgermeister Ackermann mehrfach, ohne Begleitung durch eine externe Fachkraft nur schwer möglich sei. Schlussendlich, so war man sich am Ende der Sitzung einig, müsse es das Ziel sein, den besten Weg für Hambrücken zu finden. Dankbar waren die Mitglieder der Arbeitsgruppe des Zukunftsforums, im Gemeinderat ein offenes Ohr gefunden zu haben. Nun gelte es, die vorgefundene Dynamik aufzugreifen und zu erhalten. In einem ersten Schritt soll nun der bestehende Gemeindeentwicklungsausschuss reaktiviert und mit der Arbeitsgruppe zusammen Leitsätze für die Gemeindeentwicklung erarbeiten. Diese müssen dazu dienen, eine positive Gemeindeentwicklung voranzubringen und eine Strategie für die kommenden Jahre zu vereinbaren. Eingebunden in diesen Prozess sollen selbstverständlich auch alle anderen relevanten Bevölkerungsgruppen und Interessenvertretungen werden, hieß es. (Jochen Köhler)

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