Sternekoch Sebastian Syrbe aus Hambrücken ist seit 2014 im Romantikhotel „Walk'sches Haus“ in Weingarten tätig und seit Anfang Juli auch Geschäftsführer

Gebürtiger Cottbuser erkochte ersten Michelin-Stern auf der Insel RügenErlebnis-Gastronomie mit kreativer Doppelspitze Weingarten/Hambrücken

„Sebastian Syrbe bringt frischen Wind nach Baden. Mit ihm kommen asiatische Einflüsse ins Haus – geschmackliche Highlights sind gewiss“, hieß es schon vor drei Jahren in der „Restaurant-Bibel“ Guide Michelin, die das Romantikhotel Walk'sches Haus in Weingarten seinerzeit als „sehr gutes Restaurant in seiner Kategorie“ anpries. Und der Falstaff-Guide schrieb, ähnlich wie der Gusto Restaurantführer: „Das imposante, historische Fachwerkhaus beherbergt ein hochklassiges Restaurant, in dem Sebastian Syrbe spannend und weltoffen kocht: Jakobsmuschel mit Ponzu-Vinaigrette und Sansho-Pfeffer, Gänseleber mit Kokos und Thai-Vinaigrette, Rücken und Zunge vom Müritzlamm. Seit Anfang Juli 2017 ist der 32-jährige Kochkünstler und Küchenchef an der Seite von Besitzerin Kristina Trautwein („Wir verfolgen die gleichen Ziele“) nun auch gleichgestellter Geschäftsführer und bekundet: „Ich freue mich sehr über die neue Aufgabe, fühle mich in der Region sehr wohl und möchte noch lange hier bleiben um das Haus weiterzuentwickeln“. Die Gäste dürfen sich künftig über eine noch größere Auswahl freuen, heißt es. „Das gesamte Restaurant-Erlebnis wird zeitgemäßer und lockerer, bei gleichbleibender, hoher Qualität“, so Syrbe. Der als exzellenter Koch geadelte junge Mann wohnt seit 2013 in Hambrücken und hat im Frühjahr seine Lebensgefährtin Mona Köhler geheiratet. Kreativkopf Sebastian Syrbe hat sich in kurzer Zeit mit seiner leichten, asiatisch inspirierten Küche im Gourmet-Restaurant Walk'sches Haus einen Stern erkocht und wird bereits seit 2014 im Michelin-Guide folgerichtig als Sternekoch geführt. Ein Jahr zuvor hatte er in Binz auf der Ostseeinsel Rügen im „Gault & Milau“ erstmals die hohe Auszeichnung erhalten. Bis zum 16. Lebensjahr lebte Syrbe in seiner Heimatstadt Cottbus, danach absolvierte er im Emmendinger Park Hotel Krone eine Ausbildung zum Koch. Im Anschluss führte ihn der Weg über Basel (Hotel Europe/ Chef de Partie) und Berlin (Hotel Estrel/Souschef) bis nach Stralsund (Restaurant Esszimmer) und Binz (Design-Hotel niXe), wo er zuletzt als verantwortlicher Küchenchef fungierte. Seit April 2014 ist Sebastian Syrbe im Weingartener Gourmet-Tempel (40 Sitzplätze) und Bistro (50 Plätze) als Chef eines fünfköpfigen Teams am Start und sagt: „Wir arbeiten täglich daran, uns weiterzuentwickeln, wollen Abläufe verbessern, kreativ sein“. Wenn es dann passiere und die Nachricht komme, dass man als Sternekoch geführt wird, sei das der schönste Lohn für eine Arbeit, die keinen Acht-Stunden-Tag kennt. „Man ist stolz und glücklich“. Während seiner Zeit in Basel war der dort im Restaurant Les Quatre Saisons tätige Sternekoch Peter Moser so etwas wie Lehrmeister und prägend für ihn: „Von ihm habe ich viel gelernt und abgeschaut, was Küchenstil, Organisation und Personalführung anbetrifft“, eröffnet Syrbe. Dessen Familie mit den Eltern Andreas und Monika gehört im übrigen den Sorben, und damit einem westslawischen Volk, das in der Hauptsache in Sachsen und Brandenburg lebt, an. In Deutschland sind sie als nationale Minderheit anerkannt. Und welches Menü sagt ihm selbst am meisten zu? Wie lautet sein aktueller Gourmet-Tipp?: „Wir bieten jetzt ein leichtes Sommer-Menue mit Krustentieren, Fisch, Muscheln, Salaten und Gemüse an“, kommt postwendend die auf der Zunge zergehende Antwort. Das Wichtigste in seinem Beruf? „Bei uns wird Perfektion erwartet. Da muss alles stimmen. Von der Scheibe Brot bis zur Praline“. Schließlich könne die Kundschaft zu recht erwarten, dass jede Komponente Top ist. Zum Ausgleich treibt Sebastian Syrbe Sport, fährt mit dem Fahrrad oder geht mit Frau und Hunden spazieren. Und wer hat zuhause die Kochschürze umgebunden, wer gibt am Herd den Ton an? „Daheim kochen wir zusammen. Meistens am Montag, da ist Ruhetag im Restaurant. Oder wir gehen essen“, lacht Sebastian Syrbe.Text/Foto: Hans-Joachim Of

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